In vielen Vertriebsteams werden neue Kundenkontakte nach wie vor manuell recherchiert oder über vorgefertigte Listen eingekauft. Das Problem dabei: Häufig ist unklar, ob die Unternehmen überhaupt einen aktuellen Bedarf an neuem Personal haben. Eine gezielte Ansprache wird so deutlich schwieriger.
Im Video wird ein System vorgestellt, das offizielle Stellenausschreibungen auf Plattformen wie Indeed automatisiert auswertet. Da diese Unternehmen aktiv nach Mitarbeitern suchen, lässt sich der akute Bedarf direkt als relevanter Gesprächseinstieg nutzen – ganz gleich, ob die Kontaktaufnahme per Telefon, E-Mail oder über soziale Netzwerke erfolgt.
Wie der automatisierte Ablauf aufgebaut ist
Der gesamte Prozess lässt sich über Automatisierungsplattformen in zwei miteinander verknüpfte Schritte aufteilen, ohne dass Vertriebsmitarbeiter manuelle Recherchen durchführen müssen:
- Eingabe und Start der Suche: Über ein einfaches Eingabeformular werden lediglich die gewünschten Suchbegriffe (wie etwa die gesuchte Berufsbezeichnung) und der Standort eingetragen. Das System stößt daraufhin selbstständig die Abfrage der Stellenanzeigen an.
- Daten erfassen und aufbereiten: Die gefundenen Stellenanzeigen werden ausgelesen und in eine einheitliche Struktur gebracht. Das System zieht sich die Unternehmensdetails sowie den Text der Anzeige heraus.
- Ergänzende Informationen sammeln: Wenn eine Unternehmenswebsite hinterlegt ist, kann diese aufgerufen werden, um mehr Kontext über das Unternehmen zu erhalten.
- Kontaktdaten und Personalisierung generieren: Mithilfe von KI-Modellen wird der Text analysiert, um Ansprechpartner, Telefonnummern oder Anknüpfungspunkte für ein persönliches Anschreiben zu ermitteln. Gleichzeitig werden gefundene E-Mail-Adressen automatisiert auf ihre Gültigkeit überprüft.
- Übergabe an das CRM oder eine Tabelle: Die bereinigten Daten fließen direkt in eine Tabelle oder lassen sich nahtlos an bestehende Vertriebs- und CRM-Systeme übergeben.
Wichtige Erkenntnisse aus dem Praxistest
Bei der Live-Durchführung wird deutlich, an welchen Stellen man den Prozess in der Praxis weiter verfeinern kann:
- Vollständigkeit der Daten: Nicht jede Stellenanzeige enthält bereits eine direkte Website oder eine E-Mail-Adresse. Um die Ausbeute an Leads zu erhöhen, können zusätzliche Zwischenschritte eingebaut werden, die beispielsweise per Websuche nach der offiziellen Firmenwebsite suchen oder den Anzeigentext gezielt nach Kontaktdaten durchkämmen.
- Präzise Vorgaben für KI-Texte: Damit personalisierte Anschreiben nicht beliebig wirken, muss die Aufgabenstellung an die KI möglichst konkrete Beispiele und ein festes Format enthalten.
- Effizienz und Kosten: Da das wiederholte Analysieren von Websites Rechenkapazität beansprucht, lohnt es sich, bei der Wahl der KI-Modelle auf kostengünstige Alternativen oder günstigere Nutzungszeiten zu achten.
Durch einen solchen automatisierten Ablauf spart der Vertrieb viel Zeit bei der Vorbereitung und kann sich direkt auf Unternehmen konzentrieren, die nachweislich offene Stellen besetzen möchten.